Traumatherapie

Traumatherapie

Was ist ein (Psycho)trauma?

Mit dem Wort „Psychotrauma“ ("Trauma" ist griechisch und bedeutet "Wunde") wird in der Psychologie eine seelische Verletzung oder psychische Erschütterung bezeichnet, die durch ein traumatisierendes Erlebnis hervorgerufen wurde.

Der Begriff „Psychotrauma“ wird nicht einheitlich verwendet und kann sowohl das auslösende Ereignis, aber auch

die Symptome oder das hervorgerufene innere Leiden bezeichnen. Psychische Traumatisierungen spielen eine zentrale Rolle für die Entwicklung psychischer Störungen und seelischer Leidenszustände.

 

Traumatische Erlebnisse können Erfahrungen mit psychischer, physischer oder sexueller Gewalt, Verlusterleben, Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle und vieles mehr sein.

Traumafolgestörung

Wir verfügen über natürliche und bewährte Strategien, um mit schwierigen Situationen umzugehen und finden in der Regel nach einiger Zeit wieder unser inneres Gleichgewicht. 

Es gibt jedoch Ereignisse von so außergewöhnlicher Belastung, dass unser Gehirn diese nur unzureichend (fragmentiert) verarbeiten kann. Das Ereignis selbst ist zwar vorüber aber Körper und Gefühle bleiben im "Alarmzustand". Dies kann sich in Symptomen, wie beispielsweise Albträumen, Ängsten, innerer Unruhe, Schreckhaftigkeit, negativen Gedanken und Überzeugungen, im Hier und Jetzt zeigen.

Ziel in der (Psycho)Traumatherapie ist es deshalb, das Erfahrene integrieren zu helfen, was in der Regel zu einer Abflachung der Symptome im Hier und Jetzt führt.

 

In der Psychotherapie haben sich über die Jahrzehnte hinweg verschiedene Behandlungsmethoden als

wirksam erwiesen.

In meiner Praxis arbeite ich mit folgenden Methoden:

Behandlungsmethoden

EMDR

EMDR ist eine Abkürzung aus dem Englischen, steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“,

und wurde von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro ursprünglich zur Behandlung posttraumatischer Symptome entwickelt.

Mittlerweile kommt die Methode auch in zahlreichen anderen Feldern zur Anwendung, wie beispielsweise

in der Behandlung von Zwängen, Ängsten/Phobien, Schmerz, Trauer, Selbstwert.

Dabei handelt es sich um ein Acht-Phasen-Modell mit dem Ziel mittels bilateraler Stimulation durch den

Therapeuten (Augenbewegungen, Tapping) das Geschehene integrieren zu helfen, was in der Regel zu einer Abflachung der Symptome im Hier und Jetzt führt.

Screen-/Bildschirmtechnik

Diese Methode wurde von Lutz-Ulrich Besser entwickelt und ist eine psychotherapeutische Methode zur Bearbeitung von Traumata und Stärkung der Ressourcen (Fähigkeiten). Bei der Bildschirmtechnik projizieren Klienten ihr belastendes Ereignis auf eine imaginäre Leinwand, auf der sie das Geschehen als "Zuschauer" distanziert und in ihrem Tempo betrachten können.

 

Die Bildschirmtechnik eignet sich für Klient*Innen, die sich Abläufe bildhaft vorstellen können.

Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT)

Die Methode wurde von Dr. Mervyn Schmucker entwickelt. Es handelt sich um eine emotionsaktivierende und erlebnisorientierte Technik, bei der angestrebt wird, innere abgespeicherte Erinnerungsbilder verblassen und in einen veränderten, hilfreichen inneren Film zu verwandeln sowie die Fähigkeit zur Selbstberuhigung zu entwickeln.